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Herbstzeit ist Barschzeit

Herbstzeit ist Barschzeit. Dem Stachelritter Barsch kann man mit verschiedenen Ködern und Techniken nachstellen. Mit Sicherheit wird man den Barsch in der Nähe von Kleinfischschwärmen finden. Im September sind Krautinseln besonders interessant: die schon etwas angewachsene Fischbrut hält sich mit Vorliebe im „Kraut“ auf und die „Inseln“ werden von Barschrudeln belagert. Der perfekte Köder für solche Gelegenheiten ist ein fünf Zentimeter langer Shad (Wackelschwanz) am leichten Jigkopf (Gesamtgewicht ca. 3 g), der relativ langsam und gleichmäßig im Mittelwasser läuft. Meine Joker-MJ-742UL-Rute wirft einen solchen Köder an 15-er Schnur (monofil) weit genug und die feine Spitze zeigt den Biß sofort an; in meisten Fällen erübrigt sich aber der Anhieb, da der Barsch sich selbst hakt. Das wichtigste ist es hier im Rhythmus zu bleiben – den Fisch einholen, schnell abhaken und sofort wieder den Köder auswefen. Da kommt schon der nächste Biß. Einmal aus dem Rhythmus geraten, kann man aber mit längeren Beißpausen rechnen.

Bei anderen Gelegenheiten, besonders beim Uferangeln, kommt bei mir der Twister zum Einsatz. Ein fünf Zentimeter langer Twister wiegt kaum einen Gramm, vielleicht 0,7 g. Rechnet man eine 0,8-Gramm-Beschwerung dazu (das ist ja das angegebene Mindestwurfgewicht für die MJ-742), ergibt das eineinhalb Gramm. Ein solcher Köder fliegt natürlich nicht so weit und auch die Führung wird etwas komplizierter, aber mit feiner Schnur geht’s trotzdem. Bodenberührungen wird man zwar weder an der Rutenspitze sehen noch mit der Hand spüren, doch die Bisse sind bestens erkennbar. Noch leichtere Köder kann man im Prinzip auch werfen, dafür eignet sich aber eine spezielle Rute mit Vollkohlefaserspitze viel besser.

Bei Windstille, hartem Grund und dünner geflochtener Schnur wird die Rutenspitze den Bodenkontakt etwa ab 3 Gramm Gewicht (Twister-Eigengewicht nicht mitgerechnet) anzeigen, und die Hand am Rutengriff kann ihn vielleicht ab 4 Gramm spüren. Bei weichem Grund kommt sowieso nur die optische Anzeige in Frage, und da hilft die extrasensible Spitze (sehr weich, obwohl hohl!) ungemein.

Die Bisse spürt man allerdings immer deutlich. Und was die Würfe anbetrifft, so fliegen kompakte Twister mit drei bis vier Gramm Beschwerung sehr weit.

Die obere Grenze würde ich mit acht Gramm (Twister nicht mitgerechnet) angeben. Weder beim Wurf noch bei der Führung hatte ich da irgendwelche Probleme.

Zwar heißt die Rutenserie MJ sprich Micro Jig, es bedeutet aber längst nicht, daß andere Köder außer Jigs unagebracht sind. Ich habe z.B. gute Erfahrungen mit kleinen Wobblern (Rigge 35F und 56F von ZipBaits) und leichten Spinnern (Nr.0 bis 2) gemacht.

Möchte man aber vorwiegend mit Hardbaits angeln, greift man lieber zu „normalen“ Joker-Ruten (nicht MJ).

Verfaser: DB
Veröffentlicht: 2014-12-23
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